[Sonstiges Buchbezogenes]

Montagsfragen: Bücherwelten

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Welche Bücherwelten magst du am liebsten und wieso? (Antworten anderer Blogs hier!)

Während ich früher sehr gerne Fantasy-Welten bereist habe, lese ich nun größtenteils un-phantastische Bücher. Dennoch gibt es natürlich viele verschiedene Welten, die mir offen stehen.

Zum einen finde ich, Bücher, die in der Nähe des Meeres spielen, sind eine ganz eigene Welt. Ich selbst schaffe es leider nur alle paar Jahre mal in die Nähe eines Meeres, deshalb mag ich Bücher, bei denen auf jeder Seite die seeluftsalzige Atmosphäre deutlich wird. Auf diesem Blog reviewt habe ich zum Beispiel, Sommernovelle von Christiane Neudecker, das sofort zu einem meiner Lieblingsbücher wurde, und Zwischen zwei Wassern von Andreas Neeser. Aus diesem Grund mag ich auch sehr gerne die sogenannten Nord- oder Ostseekrimis, für einen kurzen (mordlastigen) Urlaub am Strand, auch bin ich ein großer Fan des viktorianischen Autors Joseph Conrad. Eine ganze Liste meiner gelesenen Schiff-und-Wasserbücher habe ich auf Goodreads angelegt. 🙂

Eine andere Welt, die mir räumlich nicht ganz so fern ist, wie das Meer, ist die der Universität(en). Ich mag sogenannte Campus-Romane, und das, obwohl ich fast täglich selbst zur Uni gehe. 😉 Obwohl ich an diesem Ort manchmal sogar meine berufliche Zukunft sehe (nicht notwendigerweise hier in M., aber an einer Uni), stehe ich natürlich keiner Institution unkritisch gegenüber, weshalb derlei Romane viel Gelegenheit bieten, sich auf- und abzuregen aber auch mal zu schmunzeln. Da ich vom Sortieren nicht lassen kann, auch hierzu mein Goodreads-Regal.

Falls ihr schöne Bücher aus diesen Welten kennt freue ich mich natürlich über Empfehlungen!

Krimis und Thriller · Mystery · [Sonstiges Buchbezogenes]

Montagsfrage: Ein bald erscheinendes Buch, auf das ich mich freue!

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Welche Neuerscheinung, auf die du dich freust, erscheint als nächstes?
(Antworten anderer Blogs hier!)

Im Mai erscheint If We Were Villains von M.L.Rio – dieses Buch habe ich schon letztes Jahr vorbestellt, und kann es gar nicht erwarten, es in den Händen zu halten!

Auf Deutsch wird es ab September unter dem Titel Das verborgene Spiel erhältlich sein.

Die ersten Rezensionsexemplare wurden schon verschickt, doch da ich in der Regel bei Büchern, bei denen ich mir hundertprozentig sicher bin, dass ich sie lesen werde, keine Rezensionen lese, warte ich damit bis ich selbst etwas dazu sagen kann.

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von ablogwithaview.com

Es geht um eine Gruppe Schauspiel-Studierende, es passiert ein Mord oder Unfall und einer der Freunde landet im Gefängnis. Zehn Jahre nach den Ereignissen ist er nun bereit, zu erzählen, was damals wirklich geschah.

Schon seit Jahren verfolge ich die Blogs der Autorin (hier ihr Literatur/Shakespeare-Blog und hier ihr offizieller Blog als Autorin). Immer wieder hat sie kleine Updates zum Schreibprozess dieses Romans gegeben und ich wurde immer gespannter. Da ich ja auch ein großer Shakespeare-Fan bin, freue ich mich vor allem auf die ganzen Zitate und Anspielungen, die wohl im Buch vorkommen sollen. Außerdem kann man mit einem Buch, das im Rückentext mit Donna Tartts The Secret History verglichen wird, bei mir nicht viel falsch machen.

So hibbele ich also vorfreudig herum, bis das Buch dann endlich Anfang Mai bei mir im Briefkasten liegt. 🙂

 

[Sonstiges Buchbezogenes]

Montagsfrage: Trigger, die uns ein Buch vorzeitig beenden lassen

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Habt ihr Trigger, die euch am Weiterlesen hindern?
(Antworten anderer Blogs hier!)

Es gibt natürlich Themen/Handlungsstränge, über die ich lieber nichts lesen möchte – oder nur mit genügend Vorbereitung irgendeiner Art – aber da solche meist schon im Klappentext oder in Rezensionen erwähnt werden, werde ich davon in der Regel nicht plötzlich überrascht.

Eine Sache, vor der nicht gewarnt wird, weil es vermutlich eher selten ist, dass einem da so unangenehm zu Mute wird, ist „Babysprache“. Also, wenn so geschrieben wird, wie Kleinkinder sprechen, oder wenn ein erwachsener Mensch so zu kleinen Kindern spricht. Aus unerfindlichen Gründen kann ich das nur sehr schwer ertragen, mir wird das körperlich und geistig absolut unwohl. Abgebrochen habe ich deswegen noch kein Buch (es ist ja auch selten mehr als ein paar Sätze), aber entsprechende Abschnitte überfliege ich ab und an nur. (Es kam auch schon vor, im Fall von A Portrait of the Artist as a Young Man, das mit einer entsprechenden Passage beginnt, dass ich es im betrunkenen Zustand zu lesen begann, weil ich wusste, dass mich ansonsten der Anfang wohl ewig davon abhalten würde, es zu lesen.)

Dinge, die mich vor Wut ein Buch zuschlagen lassen, und mir den Willen, weiter zu lesen, ziemlich dämpfen, sind z.B. ignorante und voruteilsbelastete Aussagen (oder sogar Witze) über Neurodivergenzen. Neulich z.B. laß ich Isegrim von Antje Babendererde, und als die Hauptperson über das Verhalten eines anderen Charakters dachte „Was ist denn das für eine Autistennummer?“ wurde mir vor Wut ein bisschen übel und ich sagte mir so etwas wie: „Den Scheiß muss ich mir echt nicht geben!“ Habe ich dann aber doch – teils, weil ich das Buch sowieso fast beendet hatte, teils, weil ich mir dachte, ich könnte ja über jene Szene so wie vieles andere, das mich aufgeregt hatte, einen Blogeintrag schreiben. Das habe ich dann im Endeffekt nicht, aber der Wille war da …

[Sonstiges Buchbezogenes]

Montagsfrage: aussortieren oder behalten?

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Bist du jemand, der seinen Buchbestand regelmäßig ausmistest, oder behältst du lieber alle deine Bücher?
(Antworten anderer Blogs hier!)

Nun, die Frage ob ich lieber alle meine Bücher behalte ist leicht beantwortet – natürlich würde ich das gerne! – aber die Frage, ob das so möglich ist, sieht leider nicht so positiv aus. Ich bin wahrscheinlich gerade so an der Obergrenze, wie viele Bücher man in ein Studentenwohnheimzimmer quetschen kann, wobei gefühlte tausende Kisten und Rosa-hohe Stapel eben auch nicht die beste Methode sind, Bücher aufzubewahren. Bei meiner Familie stehen auch noch einige Kisten, aber da die auch zu dritt in einer Dreizimmerwohnung wohnen, und selbst genug Zeug aus unserem alten Haus unterzubringen haben, kann ich sie auch nicht mit mehr belasten.

Soll heißen: ich würde wirklich gerne alle meine Bücher behalten, aber es geht eben nicht. Leute, die genügend Stauraum und dann auch noch Geld für Buchregale haben, beneide ich zutiefst.

Zum Glück lese ich auch viele Bücher aus Büchereien oder von Freundinnen ausgeliehen, sodass die Frage des Behaltens sowieso überflüssig wird.

Ansonsten behalte ich durchaus die meisten, und Bücher, die mir sehr gefielen würde ich auch nicht weggeben, oder auch solche, in die ich viele Anmerkungen geschrieben habe, da lebe ich lieber in der Gefahr, dass mein größter Stapel mir bald auf den Kopf fällt. <.<

Bücher, die ich weggebe, bringe ich meist in ein öffentliches Buchregal in meinem Lieblingscafé. Die meisten Möglichkeiten, gebrauchte Bücher weiter zu verkaufen finde ich relativ unpraktisch.

Ja, ich gebe also Bücher weg, aber das meist schweren Herzens (außer sie haben mir wirklich nicht gefallen, oder einfach keinen großen Eindruck hinterlassen, was ja auch oft vorkommt). Natürlich ist eine eigene Bibliothek der große Traum, aber eben auch ein Luxus, weshalb ich sie, wie die meisten meiner Pläne auf den ominösen Zeitpunkt „Wenn ich mal reich bin“ verschiebe.

 

[Sonstiges Buchbezogenes] · [Zeugs] Persönliches

Montagsfrage: Buchhandlung oder Online-Shop?

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Buchhandlung vs. Online-Shop – wo kauft ihr eure Bücher ein?
(Antworten anderer Blogs hier!)

Ich muss gestehen, ich kaufe zumeist online. Zum einen liegt das daran, dass ich den Großteil meiner Bücher gebraucht kaufe, und während es dafür ja einige Seiten im Internet gibt (rebuy, ebay, medimops …) fällt mir in meiner Nähe spontan nur ein einziger Laden ein, wo gebrauchte Bücher verkauft werden, und dort ist die Auswahl leider nicht sehr groß. Zum anderen ist es eben so, dass ich mich, sofern es sich denn vermeiden lässt, nicht gerne in die Stadt begebe. (Buch-)läden sind mir meist zu voll, ich kann mich nicht entspannen, und wenn ich nicht sofort finde, was ich suche, ist es total vorbei mit der inneren Ruhe. So besuche ich die lokalen Buchläden eigentlich nur zum Kaffeetrinken – die haben nämlich integrierte Filialen einer echt leckeren Café-Kette, besonders gut gefällt mir, dass in den Café-Bereichen keine Hintergrundmusik läuft, was mich ansonsten in Coffee Shops oft stört. Ein Hoch auf die Stille und das Phffffff-kchhhhhhrzz der Milchaufschäumer!

Ich plane aber, bald öfters die Möglichkeit zu nutzen, per Internet Bücher zur Abholung in lokale Buchläden zu bestellen. Da habe ich das minimale Mindestmaß an Menschenkontakt und kann zielstrebig hinein und wieder hinaus flitzen. 😉

[Sonstiges Buchbezogenes]

Montagsfrage: Lektüre mit Halloweenfeeling

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Halloween naht, stimmt ihr euch mit passender Lektüre ein oder macht ihr euch nichts daraus?
(Antworten anderer Blogs: hier!)

Bei der Montagsfrage habe ich auch schon länger nicht mehr mitgemacht, aber das hier ist mal wieder eine, wo mir sofort eine Antwort einfällt: Ich liebe Halloween & Einstimmung jeglicher Art gehört dazu! Heute z.B. habe ich mir zum Beginn der Halloween-Woche die Fingernägel kürbisorange lackiert.

Als ich noch zu Hause wohnte habe ich es total geliebt den „Süßes oder Saures!“-Kindern die Tür zu öffnen und Süßigkeiten zu überreichen! Die waren teils sooo knuffig. :3 Hier am Wohnheim klingelt natürlich keiner mehr. Beziehungsweise, wenn hier in der Gegend jemand nachts bei mir klingelte, wäre das Öffnen der Tür das letzte was ich im Sinn hätte.

Ich bin eher so ein „softer“ Halloween-Fan – so richtige Horrorgeschichten sind für mich nichts und auch verkleiden tue ich mich nicht gerne. Ich mag einfach Herbstwetter und gemütliches Eingekuschelt-Sein mit Tee/Kaffee/Kakao und Buch. Und natürlich gruselig-atmosphärisch-stimmungsvolle Lektüre, aber wie gesagt, kein krasser Horror. Es muss nicht mal wirklich übernatürlich sein, es reicht, wenn einfach eine düstere/mysteriöse Stimmung vorherrscht.

Dieses Halloween zum Beispiel möchte ich „The Lake of Dead Languages“ lesen, was auf der Rückseite als „gripping, well-written psychological thriller, rich in athmospheric detail“ beschrieben wird. Das stimmungsvolle Cover und der Titel tun ihr übrigens. (Außerdem finde ich vielleicht einen bisschen Material für meinen noch recht leeren Hell Yeah, Campus Novels!-Blog … *deutet unauffällig in Richtung tumblr*

lake of dead languages

[Sonstiges Buchbezogenes]

Montagsfrage: Lieblingsbuch aus Lieblingsgenre

98eb5-montagsfrage_bannerWelches Buch würdest du jemandem empfehlen, der zum ersten Mal ein von dir favorisiertes Genre liest?
(Antworten anderer Blogs: hier!)

Da ich nicht wirklich Lieblingsgenres habe, nutze ich hier die Gunst der Stunde, ein von mir geliebtes genre-übergreifendes „Genre“ zu propagieren: Bücher, die zumindest teilweise in Museen spielen. (Wenn ihr zu dieser Art von Lektüre Vorschläge habt – immer her damit!)

Hier würde ich dann Relic (deutsch: Das Relikt – Museum der Angst) von Douglas Preston und Lincoln Child empfehlen.
Es ist der erste Band der Serie um den Special Agent Aloysius Pendergast, der so außergewöhnlich ist, wie sein Name. Und obwohl er ab und an (oder immer) enervierend perfekt ist, stört das gar nicht so sehr – fiktive Charaktere dürfen für mich ruhig mal larger than life sein, und er bleibt für mich dennoch ein Protagonist, den ich gerne lese.

Das Buch spielt im New Yorker Museum of Natural History, kurz vor der Eröffnung einer Ausstellung zum Thema Aberglauben. Grausame Morde an Besuchern und Mitarbeitern beschwören Horrorvorstellungen von Monstern, oder möchte doch jemand die Ausstellung sabotieren? Niemand fühlt sich mehr sicher, und obwohl das Team aus Polizisten und Wissenschaftlern der Lösung des Rätsels nur unwesentlich näher kommt, weigert die Museumsleitung sich, die Ausstellungseröffnung zu verschieben oder abzusagen. Wie kann es anders sein: am großen Abend kommt es zum nervenzerfetzenden Showdown …

Was soll ich sagen? Obwohl die Bücher von Preston und Child so einiges haben, was ich ansonsten nur schwer abkann – oft klischeehafte Charaktere, viel Blut und Gemetzel, Vorurteile in puncto Wildheit und Zivilisation, um nur ein paar Beispiele zu nennen – verschlinge ich sie geradezu. Sie machen mir einfach unglaublichen Spaß! Die Schauplätze führen oft in die entlegensten Winkel der Erde, es geht um Dinosaurierskelette, untergegangene Kulturen, ausgestorbene Tiere. Und all das oft mit „wissenschaftlichen“ Erklärungen, die Laien wie mir nahezu glaubwürdig erscheinen.

Alles in allem sind Preston/Child-Bücher für mich einfach etwas zum Entspannen – allerdings eher angespanntes Entspannen, denn fesselnd sind sie alle mal, und man weiß nie, welche Wendung gleich wieder alle vorherigen Interpretationen über den Haufen schmeißen wird.

preston and child