[Sonstiges Buchbezogenes] · [Zeugs] Rosa regt sich auf

Rosa regt sich auf: regt Rosa sich auf?

Gestern bin ich über diesen Artikel der Literatouristin gestolpert, in dem sie wiederum auf diesen Artikel der Onlineausgabe der Zeit reagiert. Im letztgenannten Artikel wird ein wenig über die Buchblogger- und Booktube-Szene hergezogen und da ich ja ein von Hass angetriebener Mensch bin der sich leidenschaftlich gerne aufregt (diese Aussage enthält leider nur ein wenig Ironie), dachte ich, das wäre mal wieder nett, sich mit der intellektuellen kritisch-literarisch literaturkritischen Elite zu befassen. Dann aber bemerkte ich, dass ich gar nicht den Willen und die Motivation besitze, mich so ausführlich mit dem Text auseinanderzusetzen wie Bianca es im verlinkten Text tut. In einer Welt, in der es schrecklich viele Dinge gibt, über die man sich aufregen kann, muss man nämlich Prioritäten setzen, und manche Dinge sind keine Aufregung wert.

Dennoch, eine Anmerkung, ich glaube nämlich, ich bin einer Verschwörung auf der Spur: manchmal habe ich den Verdacht, dass nur Dinge, die man für Geld macht (oder aus anderen vernünftigen/erwachsenen/nützlichen Gründen) als ~ high quality ~ angesehen werden. MYSTERIÖS. Im Zusammenhang damit, haben Menschen, die etwas beruflich machen (oder für den Lebenslauf) oftmals Schwierigkeiten, sich vorzustellen, dass andere Menschen die gleichen oder ähnliche Dinge einfach aus Leidenschaft für eine Sache tun und reagieren mit Verachtung, Unglauben und Artikeln, in dem sie diese Amateur-/Hobby-[hier Betätigungsfeld einfügen] als geschenk- und publicity-geil darstellen, oder schlicht als unfähig.

Dass Geld nicht gleich Qualität bedeutet* und Scheiße mit Preis dann halt eben teure Scheiße ist, mehr aber auch nicht, bezieht sich natürlich nicht nur auf Literaturkritik.

*haben wir etwa kollektiv vergessen, dass 50 Shades of Grey gedruckt wurde?

(Auch verwunderlich: wird nicht ständig geklagt, die „Jugend von heute“ lese nicht mehr, und nun tut sie es und tauscht sich auch noch darüber aus, und das ist auch wieder schlecht? Hach. Teenager müsste man wieder sein. Man fühlt sich bestimmt gut, wenn alles, was man tut, entweder nicht ernst genommen wird oder kulturellen Verfall einläutet. [/sarkasmus])

[Sonstiges Buchbezogenes]

[Promotion] Wahl der BücherTreff-Leserlieblinge 2014

Hallo, lieber Leser*innen! =)

Heute möchte ich euch eine Aktion vorstellen, die auf dem Portal Büchertreff.de stattfindet, nämlich die Wahl der Leserlieblinge aus dem Jahr 2014. Wie der Name schon andeutet, sucht sich hier keine Jury einen Sieger nach ihrem Ermessen aus, sondern es sind die Leser, die für ihre favorisierten Bücher abstimmen können. Dies kann man in den Kategorien Erzählung, Fantasy, Historische Romane, Jugendbücher, Liebesromane, Krimi/Thriller/Horror, Sachbücher und Science Fiction.

Pro Kategorie kann eine Stimme abgegeben werden, und wenn man die Bücher mal nicht kennt, muss man auch nicht in jeder Kategorie abstimmen. Die Abstimmung läuft noch bis nächsten Sonntag, den 19. April, also klickt auf den Banner unten und wählt eure Lieblingsbücher!

Um Abstimmen zu können, muss man sich allerdings beim Büchertreff registrieren – bei all den interessanten Dingen, die es dort zu entdecken gibt, ist das aber bestimmt keine schlechte Idee, ich selbst werde bestimmt noch einige Zeit auf der Seite herumstöbern. 🙂

Jugendbücher · [Sonstiges Buchbezogenes]

Nur mal kurz: Warum gerade Jugendbücher von hoher Qualität sein sollten

In meiner Rezension zu Eleanor and Park habe ich ja schon kurz angesprochen, dass ich bei Jugendbüchern oft noch kritischer bin, als bei denen mit Erwachsenen als Zielgruppe. Warum das so ist könnte ich wohl in einem eigenen Eintrag lang und breit erklären, doch da ich gerade über ein Zitat zum Thema stolperte, wollte ich euch das nicht vorenthalten:

„Their [the teenagers‘] sense of literary taste is still being formed.  They will accept bad writing, but that doesn’t mean it’s okay for us to give them bad writing.  We, as adults, have a responsibility to give them good stuff to consume so that they can grow into thoughtful and intelligent members of society.  That’s pretty much our job.  You don’t let small children eat nothing but candy and dirt, even though they would be happy to do so.  You don’t let teenagers read nothing but poor writing and hateful insults, even though they would be happy to do so.  It’s not good for them.  It’s why I’ll never accept the argument that something is allowed to be stupid if it’s for kids.  No.  If it’s for kids, it’s even more important for it to be intelligently done than for adult things, because at least adults can be expected to just put something down if it’s shit.“

– Quelle: Reading With A Vengeance* (meine Betonung)

*auf diesem Blog nimmt die Bloggerin (Jugend-)Bücher auseinander, die sie als schlecht empfindet. Auch wenn ich nicht immer all ihre Kritikpunkte nachvollziehen oder unterschreiben kann, dieses Zitat spricht mir aus der Seele.