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Montagsfrage: Fanfiktions

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Hast du schon einmal eine Fanfiktion zu einem Buch geschrieben? (Antworten anderer Blogs hier!)

Was für eine wundervolle Frage – Fanfiktions sind seit Jahren ein großer Teil meines Lese- und Schreiblebens. Selbst schreibe ich sie seit 2011, gelesen habe ich sie schon länger. Auch wenn ich hauptsächlich zu TV-Serien schreibe, sind in diesen sechs Jahren auch einige Ergüsse zu Büchern zu Stande gekommen. Hauptsächlich zu der Harry-Potter-Reihe, doch auch zu Goethes Faust, Thomas Hardys Tess of the D’Urbervilles und der Bis(s)-Reihe.

Natürlich sind in diesen Jahren auch viele Geschichten entstanden, die ich so heute nicht mehr schreiben würde, aber peinlich ist mir das nicht, weshalb sie auch nicht gelöscht werden. Da habe ich echt Besseres zu tun, als mich meiner vergangenen kreativen Ergüsse zu schämen! 😀

An Fanfiktions mag ich, dass sie sowohl Möglichkeiten als auch Herausforderungen bieten.

Möglichkeiten, in einem existierenden Werk vielleicht in Konflikte hinein zu schauen, die so noch nicht näher beleuchtet worden sind, oder in die Köpfe von Charakteren, die nur eine Nebenrolle spielen. Potentielle Handlungsstränge ausloten oder einfach die Fantasie wild spielen lassen. Außerdem sind wirklich „offiziell“ veröffentlichte Bücher durch Lektorat und die Vorgabe, sich irgendwie an eine Zielgruppe anschmiegen zu müssen, Zwängen unterworfen, denen Fanfiktions (und andere online veröffentlichte oder selbst publizierte Geschichten) das nicht sind.

Doch ich erlebe beim Fanfiktion-Schreiben auch Herausforderungen, die ich von Gedichten oder meinen eigenen Prosatexten nicht kenne. In jenem Fall bin nämlich letzten Endes ich selbst die Person, die Herrin der Dinge ist. Ich habe alles in der Hand, die Charaktere und ihre Motivationen und Handlungen habe ich selbst erschaffen. Beim Fanfiktion-Schreiben geht es auch darum, die Atmosphäre eines schon existierenden fiktionalen Universums einzufangen und die Besonderheiten schon bekannter Charaktere. Deshalb macht es mich auch immer furchtbar stolz, wenn mir gesagt wird, ich sei gut darin, die Stimme der bekannten Personen einzufangen.

Alles in allem sind Fanfiktions, ob ich sie nun lese oder selbst schreibe, ein großer Teil meines Lebens und ich hoffe, dass sie das noch lange bleiben!

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Ein Lebenszeichen und Buchmesse-Impressionen

Wer diesem Blog folgt und in der Zwischenzeit nicht schon längst vergessen hat, dass er existiert, wird gemerkt haben, dass ich mal wieder längere Zeit nichts geschrieben habe. Ich könnte mal wieder versprechen, dass das besser wird, aber ich möchte lieber keine Versprechungen mache – außer vielleicht der, dass ich nicht vorhabe, diesen Blog aufzugeben! Das Problem besteht eher darin, dass ich eine Person bin, die sehr leicht zu begeistern ist und dann für jedes spannende Interesse einen Blog anlegen muss, weshalb sich meine Aufmerksamkeit auf geschätzte 1000 Websites verteilt. 😀
Eine Liste dieser werde ich auch bald in meiner Sidebar einfügen, dann kann man mich nach Herzenslust überallhin verfolgen.

Dann gibt es natürlich noch ein Leben außerhalb des Internets mit  lieben Mitmenschen, Uni, Fernsehserien, Spaziergängen und natürlich Büchern. 😊

Ein jährlich wiederkehrendes Außer-Internet-Event war die Frankfurter Buchmesse. Wie seit ungefähr acht Jahren war auch ich wieder dabei, mit viel Selbstironie und Verzweiflung. Dazu muss ich nämlich zugeben, dass ich eigentlich gar nicht gerne auf der Buchmesse bin, aber irgendwie gehört es einfach zu dieser „Familientradition“ von meiner kleinen Schwester (die übrigens auf Inkworldbookworld ihre schönen Fotos von Büchern teilt!), meiner Mutter und mir. Jedes Jahr wieder fängt Wochen vorher diese Vorfreude und Panik (mehr Panik, ehrlich gesagt) an. Jedes Jahr wieder sage ich mir, wenn ich mich durch die Menschenmassen quetsche: „Das war wirklich das letzte Mal!“ Und im nächsten Jahr dann wieder diese resignierte Einsicht, dass man sich an diesem einen Samstag im Oktober für ein paar kostenlose Prospekte und ein paar überteuerte Kaffeepausen ins Getümmel stürzen wird.

Ich weiß ja auch nicht. Es ist wirklich eine ganz seltsame Sache: Ich kann eigentlich nicht sagen, dass ich meine Aufenthalte auf der Buchmesse genieße, aber dabei bin ich doch immer wieder.

Problematisch an meinem Herangehen an die Buchmesse ist wohl, dass ich immer sehr planlos antrete. Es gibt selten Veranstaltungen, die ich besuche – wobei ich sagen muss, dass mich die wenigsten Lesungen, Gespräche oder Autogrammstunden wirklich reizen. Ich lese lieber, als das ich mir vorlesen lasse, und es gibt selten Autor*innen, die ich so verehre, dass ich unbedingt ein Autogramm brauche. (Auch wenn ich mich als Fan von Gregs Tagebuch damals freute, als Jeff Kinney antrat! :D)

Weil ich also nie wirklich ein Ziel habe, besteht mein Samstag (es ist immer der Samstag – wo es da schon so voll ist, möchte ich gar nicht wissen, wie es sonntags aussieht, wenn da auch Bücher verkauft werden!) also daraus, durch die Hallen gedrückt zu werden und alles einzustecken, was geht.

Natürlich stolpere ich eigentlich jedes Mal über Bücher, die ich uuunbedingt noch lesen muss. Die kommen dann auf meine sowieso schon mehrere hundert Bücher umfassende To-Read-Liste. (Als hätte ich nicht genug zu tun, mit den ungelesenen Büchern, die sich hier in meinem Regal tümmeln. ;))

Manchmal entdecke ich auch Dinge, die einfach über-cute sind, diesmal begeisterten mich beispielsweise diese Incomplete Shakespeare Reihe:

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Ansonsten war ich dieses Jahr auf einem Translation-Slam, wo professionelle Übersetzer*innen zeigten, was sie konnten. Da ich an der Uni auch ein paar Übersetzungkurse belegte und seitdem sehr von diesem Thema fasziniert bin, fand ich das ziemlich interessant, vor allem, als es um die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten professioneller Übersetzungsprogramme ging.

Ansonsten stürzte ich mich auf gleich zwei Probeabos: einmal auf die taz (kleiner Tipp: am taz-Stand gibt es immer Kaffee für eine Spende nach Wahl, definitiv eine billigere Möglichkeit als die sonstigen!) und einmal auf die Zeitschrift mare, die ich vorher nicht kannte, und die sich mit allem Ozean-Bezogenen befasst, sei es politisch, literarisch oder ökonomisch. Eine Ausgabe durfte ich schon mitnehmen, auf die folgenden warte ich gespannt!

Kostenlose Souvenirs habe ich leider diesmal gar nicht so viele abgreifen können – vielleicht bin ich einfach zu menschenpanisch an den Ständen vorbei gehastet. Manchmal habe ich in dieser Hinsicht eben bessere, und manchmal schlechtere Tage.

Einige Zeitschriften sind mir aber doch in die Hände gefallen, die ich mir bald in Ruhe durchsehen werde, und wenn alles interessante notiert ist, werde ich sie auseinanderschneiden und zu Collagen wieder zusammensetzen. Auch wenn relativ talentfrei habe ich in letzter Zeit mal wieder meine Leidenschaft für’s Malen und Basteln wiederentdeckt. 😀

Ansonsten kann ich über die Buchmesse gar nicht viel sagen – aus den Augen, aus dem Sinn, oder so. 😉

Ich verabschiede mich, in der Hoffnung, bald mal wieder etwas von mir lesen zu lassen. Die Motivation ist ja da, und ich habe so viele Pläne (mehr über Lyrik schreiben! regelmäßiger an Tags oder Blogaktionen mitmachen! …), aber ich bin eben in sehr viele Richtungen motiviert, und mich da am Riemen zu reißen und einen Eintrag wirklich fertig zu stellen, fällt da manchmal schwer.

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Liebster Award

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Ich wurde von Bettina für den Liebster-Award nominiert, was mich sehr gefreut hat! Zum einen natürlich, weil es mich einfach ehrt, zum anderen, weil ich sehr gerne Fragen beantworte. 😀 Vielen Dank, also!! Hier sind die Fragen, die sie sich ausgedacht hat:

Um was geht es in eurem Blog?

Hier geht es um alles, was mit Büchern zu tun hat, die meisten Beiträge sind aber ‚einfach nur‘ Rezensionen.

Wo hast du deine Leser gefunden? Hast du sie direkt angesprochen?

Einigen Freunden aus dem Leben abseits des Internets habe ich den Link zugeschickt, ansonsten passiert das irgendwie so einfach, glaube ich. Ich finde die meisten Blogs, die ich lese, in dem ich zum Beispiel bei Artikeln, die ich mag, auch die Kommentare lese und dann auf Kommentareschreiber klicke, die mir ansprechend scheinen. Auch bei Challenges findet man ja oft Listen der Teilnehmer. Ich denke, meine Leser*innen finden/fanden mich auf ähnliche Weise.

Welche Themen oder Dinge würde man nie auf deinem Blog finden?

Hier möchte ich eigentlich nur Dinge posten, die irgendwie mit Büchern oder dem Lesen an sich zu tun haben. Das heißt nicht, dass es nicht auch mal persönlich werden kann, aber eben nur dann, wenn ich es wieder auf die oben genannten Themen zurückführen kann.

Wie bekommst du Familie und Blog unter einen Hut?

Da ich von Zuhause ausgezogen bin und mir bis jetzt keine eigene neue ‚angeschafft‘ habe, stellt das eigentlich kein Problem für mich dar. 😉

Machst du mit bei ‚Blogger schenken Lesefreude‘? Was hältst du von der Aktion?

Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal mitgemacht und fand es (und die Aktion generell) ganz großartig! 🙂 Ich finde es toll, wie dann so eine „Verschenkestimmung“ herrscht, man durch die Liste der Teilnehmer mal wieder neue Blogs entdeckt, und der Gedanke, dass meine Bücher nun neue liebevolle Zuhause gefunden haben. 🙂 Dieses Jahr möchte ich auch wieder mitmachen, aber ich habe mir noch keine Gedanken darüber gemacht, welche Bücher ich verlosen möchte.

Hast du eine Buchhandlung deines Vertrauens? Wenn ja, stelle sie bitte kurz vor.

Die „Buchhandlung“ bei der ich am häufigsten bestelle, ist ehrlich gesagt rebuy.de. Dort gibt es eine große Auswahl gebrauchter Bücher (auch englischer!) zu sehr guten Preisen. Natürlich nicht immer die neuesten Ausgaben und teils auch schon etwas mitgenommen, aber da ich Bücher eh eher als Gebrauchsgegenstände als als Dekoration sehe, und es im Hinblick auf letztere Funktion auch mag, wenn sie gelebt, geliebt und benutzt aussehen, passt das.

Hier in der Stadt gibt es zwei Filialen von Thalia. Dort gehe ich aber eigentlich nur zum Kaffetrinken hin – es ist schön ruhig, gibt einen leckeren White Mocha Latte, guten Zitronenkuchen und schöne Fensterplätze, von denen man die Menschen in der Fußgängerzone herumwuseln sehen kann.

Wie wichtig sind dir Buchmessen?

Nicht so wichtig, ehrlich gesagt. Ich war zwar (bis auf letztes Jahr) für einige Jahre immer auf der Frankfurter Buchmesse dabei, aber das war eher so eine Tradition, die schon fast zur Pflicht mutiert war. 😀 Es waar mir meist viel zu voll und erschöpfend. Was ich aber mochte, waren die ganzen Magazine und Leseproben abzustauben.

Gibt es auf deinem Blog sogenannte Blogpausen? Zum Beispiel, wenn du im Urlaub bist? Oder zu festen Jahreszeiten?

Es gibt öfters ungeplante Blogpausen, in die ich einfach so hineinrutsche, weil ich viel anderes zu tun habe, aber wirklich mit Absicht gesagt, dass ich jetzt für einige Zeit nichts poste, habe ich eigentlich noch nie. Meist komme ich auch einfach irgendwann wieder und versuche, meine lange Abwesenheit unauffällig unter den Teppich zu kehren … 😉

Teilst du, wenn dir ein Beitrag von jemand anderem gut gefällt, diesen auch auf Facebook, Twitter, oder rebloggst ihn?

Nein, in der Regel like ich ihn nur, und wenn mir etwas einfällt, schreibe ich einen Kommentar. Das liegt an der persönlichen Präferenz, dass ich selbst auch nicht so gerne zugespammt werde – wenn ich einem Blog folge, dann ja, weil mir genau dessen Beiträge gefallen. Wenn der Beitrag eines anderen wirklich ultra-gut ist, dann kann man den schon mal teilen oder in einem Beitrag auf ihn verweißen, aber wenn sich das häuft, finde ich es ziemlich nervig.

Was bevorzugst du: ebooks, gedrucktes Buch oder Hörbuch?

Das einzige, was ich klar sagen kann, ist, dass ich Hörbücher nicht mag. (Ich bin bei Stimmen sehr empfindlich und finde viele unangenehm, außerdem finde ich es schwer, ’nur‘ zuzuhören, also ohne etwas lesen/sehen zu können. Ich bin auch im Telefonieren ganz schlecht.)

Wenn ich mit Büchern arbeiten möchte, also reinschreiben, Stellen markieren, dann mag ich gedruckte lieber. Proportional gesehen kaufe ich mir auch meistens gedruckte.

Was ebooks betrifft, lese ich die fast lieber am PC (ich habe die kindle-App und dieses Adobe-epub-Dings), weil ich dann vor dem Laptop sitzen und stricken kann, und nur ab und an eine Taste weiter klicken, das ist echt praktisch!

Meinen ebook-Reader nutze ich größtenteils für Fanfictions und andere kostenlos online publizierte Geschichten, wie z.B. die ganzen älteren Texte von Projekt Gutenberg.

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Mein Tolino und ich genießen Kaffee, einen Muffin und Northanger Abbey in der Mensa. c:

 

Hier wäre dann der Punkt gekommen, wo ich 10 Blogs nominieren sollte … Da ich aber gerade mal wieder eine meiner (natürlich nicht beabsichtigten) Blogpausen hinter mir habe, und nicht so viel Ahnung habe, was gerade so in der Blogwelt los ist, wie es den Blogs, denen ich folge geht, etc. drücke ich mich diesmal noch. Ich nehme mir aber wirklich sehr feste vor, endlich mal eine Liste von Blogs zu erstellen, die ich in einem solchen Fall nominieren kann! =)

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Montagsfrage: Buchhandlung oder Online-Shop?

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Buchhandlung vs. Online-Shop – wo kauft ihr eure Bücher ein?
(Antworten anderer Blogs hier!)

Ich muss gestehen, ich kaufe zumeist online. Zum einen liegt das daran, dass ich den Großteil meiner Bücher gebraucht kaufe, und während es dafür ja einige Seiten im Internet gibt (rebuy, ebay, medimops …) fällt mir in meiner Nähe spontan nur ein einziger Laden ein, wo gebrauchte Bücher verkauft werden, und dort ist die Auswahl leider nicht sehr groß. Zum anderen ist es eben so, dass ich mich, sofern es sich denn vermeiden lässt, nicht gerne in die Stadt begebe. (Buch-)läden sind mir meist zu voll, ich kann mich nicht entspannen, und wenn ich nicht sofort finde, was ich suche, ist es total vorbei mit der inneren Ruhe. So besuche ich die lokalen Buchläden eigentlich nur zum Kaffeetrinken – die haben nämlich integrierte Filialen einer echt leckeren Café-Kette, besonders gut gefällt mir, dass in den Café-Bereichen keine Hintergrundmusik läuft, was mich ansonsten in Coffee Shops oft stört. Ein Hoch auf die Stille und das Phffffff-kchhhhhhrzz der Milchaufschäumer!

Ich plane aber, bald öfters die Möglichkeit zu nutzen, per Internet Bücher zur Abholung in lokale Buchläden zu bestellen. Da habe ich das minimale Mindestmaß an Menschenkontakt und kann zielstrebig hinein und wieder hinaus flitzen. 😉

[Zeugs] Persönliches

Ich muss mal kurz angeben …

Hallo. c:

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Eintrag posten soll, aber ich freue mich so, deshalb muss ich hier kurz mal angeben. Ist ja mein Blog und ich darf tun was ich will. Oder so.

Wie auch immer: Man findet jetzt ganze zwei Gedichte von mir im Internet! \o/
Ich meine, natürlich findet man viel viel mehr Gedichte von mir im Internet, aber diese beiden eben ganz „offiziell“ und unter meinem richtigen Namen & vor allem eben nicht auf einem von mir eigens dafür erstellen Blog und so.

Wer Gedichte mag und Englisch kann, der darf sie sich gerne mal durchlesen. 🙂

Rosa Hits Enter at a Lot of Random Places

&

Not Your Metaphor

Nun. Ich würde gerne mit dem Versprechen schließen, hier bald mal wieder was zu posten, aber wie oft habe ich das schon versprochen und dann kam mir doch das ‚real life‘ dazwischen? Von daher verspreche ich nichts, hoffe aber, dass ich in den nächsten Tagen mal wieder Zeit finde, Rezensionen oder Aufreger zu schreiben. 🙂

[Zeugs] Persönliches

Alles neu macht der … April

Hallo, Leute! =)

Jetzt habe ich mal wieder fast eine Woche nichts von mir hören lassen und auch ein paar Kommentare stehen noch in der Warteschleife – aber die beantworte ich auch gleich, versprochen!

Der Grund für mein Fernbleiben ist vor allem mein Praktikum – ich werde ziemlich gefordert und falle Abends todmüde ins Bett, bin aber froh, ein Praktikum erwischt zu haben, wo ich auch Dinge tun kann, und nicht bloß in der Gegend herumsitze und mich überflüssig fühle, von der Sorte soll es ja auch einige geben.

Jetzt aber zu den neuen Dingen:

Ich plane, jetzt auch mal mit diesem Blog voll krass social media zu werden und kann von daher stolz anregen:

Folgt mir auf Bloglovin‘!

und aufgeregt fragen:

Diogenesclubbing hat nun auch eine Facebookseite, ist das nicht cool?!

Das waren eigentlich die größten Neuigkeiten – „alles neu“ war also ein wenig übertrieben, das muss ich zugeben.

Allerdings möchte ich nun auch die Gelegenheit nutzen, euch darauf hinzuweißen, welcher Tag morgen ist: der Welttag des Buches!

Und das bedeutet? – 

Also schaut morgen noch mal hier vorbei, dann werde ich drei ganz verschiedene Romane verlosen, vielleicht ist für euch ja etwas dabei.

Noch mehr neu? Nunja. Ich spiele zur Zeit so ein wenig mit dem Aufbau meiner Rezensionen herum. Die ganzen Daten wie Seitenzahl, ISBN, etc. werden jetzt wohl immer unten stehen, das finde ich attraktiver. Nun suche ich noch nach einem Einstieg, der ein wenig interessanter ist, als eine bloße Inhaltsangabe, aber eben dennoch den Inhalt beschreibt. Bis ich da zu einem Entschluss gekommen bin, dauert das aber noch eine Weile, vermute ich …

Mit diesen kleinen Neuigkeiten wünsche ich euch dann mal einen schönen Abend oder eine gute Nacht, je nachdem, wann ihr so schlafen zu gehen pflegt. 🙂

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Verstörende Kinderbücher

Neulich fragte Jote mich auf Ask.fm:

Welche Filme und/oder Bücher fandest du als Kind verstörend? Was hat dich an diesen Filmen und/oder Büchern verstört?

Da ich beim Tippen rasch an die Wortbegrenzung stieß, entschied ich mich, die Antwort einfach in einen Blogpost zu packen, schließlich passt das ja hier ganz gut.

Wie man an der Länge sieht, war/bin ich sehr leicht zu verstören – und peinlicherweise waren es nicht „Erwachsenen-Bücher“ die ich als Kind aus Versehen las, die so einen negativen Eindruck hinterließen, sondern schlicht und einfach Kinderbücher, die doch gerade das Gegenteil von verstörend sein sollten …

Ich hatte zum Beispiel viele Bilderbücher, die nicht ganz so fröhlich und pädagogisch wertvoll waren – mein Vater gibt nicht gerne Geld aus, und viele Kinderbücher waren Werbegeschenke von irgendwelchen dubiosen Verlagen, bei denen es mich auch nicht wundert, dass sie nie den Weg in die Buchläden fanden. Eines davon handelte z.B. von einem Mädchen, das nicht so das typische „girly girl“ ist, sondern wild, unordentlich etc. Zum Geburtstag bekommt sie dann eine lebensgroße Puppe, die aussieht wie sie, nur in blond und ordentlich – ihre Mutter beginnt dann, sich mehr mit der Puppe zu beschäftigen als mit der eigenen Tochter, schminkt sie, probiert an ihr Frisuren aus, und so weiter. Irgendwann wird dann die Puppe lebendig, während das Mädchen nicht mehr in der Lage ist, sich zu bewegen oder zu sprechen. D: Zum Glück stellt sich dann heraus, dass das alles nur ein Albtraum war – sie wacht auf und bekommt ein Fahrrad zum Geburtstag, und ihre Mutter macht eine Fahrradttour mit ihr. Immerhin, ein Happy End. 🙂
Die Illustrationen waren hier sehr grotesk, fast karikaturenhaft, aber nicht auf lustige Weise.
Die Idee mit dieser Angst vor dem ersetzt werden finde ich für ein Kinderbuch eigentlich gar nicht schlecht, aber hier war die Umsetzung (vor allem durch die Illustrationen) eher beängstigend als kindgerecht, fand ich zumindest als Kind.

Dann hatte ich Bilderbücher, in denen die vier Elemente, also Erde, Wasser, Feuer & Luft für Kinder erklärt werden, und im Luft-Buch werden zwei Kinder von einem Tornado aus ihrer Heimat fortgeweht, und im Feuer-Buch stand jemand in Flammen. o.O

Ziemlich verstörend fand ich auch einige weniger bekannte Janosch-Werke. Titel fallen mir keine ein, aber ich erinnere mich an viel Blut und Gewalt.

Dann bin ich noch ganz klassisch nachhaltig verstört von Max und Moritz. Besonders die Geschichte, in denen sie die Hühner töten, finde ich ganz grässlich – ich will hier gar nicht mal aufschreiben, wie sie das machen, das finde ich immer noch so entsetzlich, aber wer es wissen mag, wird bei Google sicher fündig…  „Nachhaltig verstört“ ist auch keine Übertreibung, ich hatte neulich erst einen Albtraum, der sich auf diese Geschichte bezog.

Dann fällt mir noch eine Art „Fun Facts“-Buch ein. Es war ein Sachbuch für Grundschulkinder, in dem unterhaltsame Fakten aus der Natur(-wissenschaft) einfach erklärt dargestellt wurden. Was mich hier so verstörte, war ein Artikel über Lemminge – in meiner Vorstellung wurden die zu hoffnungslos morbiden Massenselbstmordattentätern und ich habe nächtelang geweint, weil ich an die kleinen süßen Flauschis dachte, die sich von Klippen stürzten.
(Ich habe das gerade nach-wikipediat, und da steht, dass die Selbstmord-Theorie „nach heutigem Wissensstand unzutreffend“ ist! Wenn das mal nicht eine gute Nachricht ist! 🙂 )

Schließen will ich mit etwas, das vielleicht noch einige Andere kennen, die ungefähr gleich alt sind – ich habe mich schon mit ein paar Leuten unterhalten, und die, die das gesehen haben, haben das auch in der Regel nicht vergessen:
Es gibt ja diese Geolino-Zeitschrift, in denen Kindern verschiedene Kulturen und Themen in Bezug auf Umwelt & Natur nahegebracht werden. Finde ich super, habe ich auch sehr gerne gelesen.
Einmal allerdings wollten sie (in Zusammenarbeit mir Unicef, wenn ich mich recht erinnere), darauf aufmerksam machen, dass auch hinter einer vermeintlich friedlichen Fassade schlimme Dinge wie Gewalt, Hunger, et cetera lauern können. Dies taten sie mit Hilfe von zwei dieser allseits beliebten Wimmelbildern, jeweils doppelseitig. Man sah eine grüne Wiese, auf der augenscheinlich viele fröhliche Kinder spielten. Wenn man jedoch näher hinsah, erblickte man viele, viele wirklich grässliche Dinge. Da waren zum Beispiel Kinder, die ein anderes im Bach ertränkten, ich erinnere mich an einen Jungen, der einen anderen mit einer Säge in der Mitte durchsägte, an Bäumen baumelten erhängte Kinder — kurzum, es war wirklich schlimm, und ich kann mir nicht erschließen, wie die Editoren denken konnten, es wäre eine gute Idee, dies in einer Kinderzeitschrift abzubilden. Die Botschaft „nicht alles ist so schön, wie es scheint“, ist ja im Großen und Ganzen verbreitenswert, aber ich halte detaillierte grafische Darstellungen von Mord und Missbrauch nicht für die richtige Maßnahme. Soweit ich weiß gab es dann auch einen großen Aufschrei unter den Eltern, deren Kinder wohl ähnlich verstört waren, wie ich damals.

Ich bin jetzt selbst sehr überrascht, wie viel ich zu dem Thema schreiben konnte – wahrscheinlich würde mir noch viel mehr einfallen, aber länger darüber nachdenken möchte ich ehrlich gesagt nicht, ist ja kein besonders angenehmes Thema.

Wie sieht es bei euch aus?
Wurdet ihr in eurer Kindheit durch Bücher verstört?