[Zum Schluss] Link-Empfehlungen

[Wochen 1&2, 2019] Meine liebsten Blogbeiträge und Youtube-Videos

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Foto von Nick Morrison auf Unsplash

Hallo ihr Lieben – einer meiner Pläne für 2019 ist es, nicht nur häufiger zu bloggen, sondern mich auch aktiver mit den Blogs und Youtube-Kanälen (meistens zum Thema Bücher), die ich so konsumiere, auseinander zu setzen. Ich möchte häufiger Kommentieren (sofern ich denn denke, etwas zu sagen zu haben 😉 ) und außerdem am Ende jeder Woche meine liebsten Blogposts und Videos hier vorstellen.

Den Anfang macht eine Rezension zum Sachbuch The Bullet Journal Method von Ryder Carroll. Veröffentlicht wurde der Post zwar schon Mitte Dezember 2018, aber da ich ihn diese Woche erst las, kommt er auch erst in diesen Rückblick. Ich lese nämlich oft auf Blogs kreuz und quer und auch mal alte Beiträge, das wird in dieser Rückblick-Reihe noch häufiger zu bemerken sein.
Ich selbst arbeite seit drei Jahren mit Bullet Journals – das BuJo-Prinzip besteht grob gesagt, daraus, in einem Notizbuch den Kalender und alles andere, was man sonst im Auge behalten möchte, selbst zu gestalten, was ein viel individuelleres und praktischeres Planen ermöglicht, als vorgefertigte Taschenkalender. Als Erklärung kann auch dieses kurze Video vom Erfinder der Methode dienen. Nun hat jener Erfinder, Ryder Carroll, also ein Buch veröffentlicht, in dem er nochmals seine besten Tipps und Kniffe vorstellt. Ich muss sagen, auch wenn ich sonst eher ein Mensch von der Sorte „sag mir nicht, wie ich das am besten zu tun habe!“ bin, das Buch klingt wirklich interessant. 🙂

Über Twitter wurde mir dann ein Artikel, der sich kritisch mit dem Thema des Minimalismus auseinandersetzt, dem man heute ja kaum noch entkommen zu können scheint. Mit dem Titel Warum nix haben was für reiche Leute ist macht Ana auch gleich deutlich, was für sie das Kernproblem an der Sache ist. Was sie schreibt ergibt für mich sehr viel Sinn und fasst auch das latente Unwohlsein in Worte, das mich oft beim Durchstreifen von Minimalismus-Blogs und -Kanälen packte. Natürlich möchte ich niemandem davon abraten, minimalistisch zu leben, doch es ist auch immer wichtig, sich dessen bewusst zu sein, dass ein solcher Lebensstil aus diversen Gründen nicht für alle möglich ist.

Bevor ich gleich mit Videos weiter mache, noch ein Mal habe ich etwas zu lesen für euch: Es ist was faul im deutschen Feuilleton befasst sich mit dem Problem, dass in den Kulturseiten großer Zeitungen deutlich mehr Romane von Männern als von Frauen besprochen werden, und dass man Werke von letzteren häufig immer noch automatisch in die Schnulzen-Ecke schiebt. Jede*r, der*die häufiger mal so genannte „Weltliteratur“ liest, wird das ja schon bemerkt haben: Wenn ein Mann darüber schreibt, sich mit Alltagsproblemen oder unglücklicher Liebe herumzuschlagen, ist es eine Metaphor für die Menschheit an sich, wenn eine Frau das gleiche schreibt, ist es Frauenliteratur. Gewürzt ist der Artikel mit Zahlen, Fakten, Studien, und da ich im Grunde meines Herzens einfach nur langweilig und kleinkariert bin, fand ich das natürlich hervorragend.

Bevor sich mein erster Rückblick dem Ende zuneigt, noch zwei Youtube-Videos:

In Outsiders: How to Adapt H.P. Lovecraft for the 21st Century erzählt der Youtuber hbomberguy, wie sich seine Wahrnehmung bezüglich des Horror-Schriftstellers H.P. Lovecraft gewandelt hat, und wie sich die Prioritäten dessen, was ihm in Adaptionen seiner Werke wichtig ist, veränderten. Das Video ist wirklich eines der großartigsten, das ich in letzter Zeit sah, und gerade was den Unterschied dessen betrifft, was einem als jugendlicher-pubertären Lesenden wichtig ist, und was vielleicht später im Leben, erinnert mich sehr an meine eigenen Erfahrungen. Auch thematisch passt das Video gerade gut in mein Leseleben, ich bewege mich zur Zeit nämlich langsam aber stetig durch einen dicken, dicken Band mit Lovecraft-Stories. Die Erwartungen, die ich, nach allem, was ich über den Schriftsteller und seinen Einfluss auf heutige Horror-Literatur hörte, hatte, werden leider bisher nicht ganz erfüllt. Doch dazu habe ich noch mehr zu sagen, eine Rezension wird sicher folgen.

 

Das Video Dear Stephenie Meyer von Lindsay Ellis ist schon länger eines meiner Lieblingsvideos, ich finde, man kann es sich gar nicht oft genug ansehen. Wie der Titel schon verrät, ist es als eine Art offener Brief an Bis(s)/Twilight-Autorin Stephenie Meyer gehalten, in dem Lindsay Ellis für ihre Twilight-Verachtung entschuldigt. Damit möchte sie nicht sagen, dass sie nun zum Entschluss gekommen ist, dass Twilight ihre neue Lieblingsreihe ist, doch sie macht darauf aufmerksam, wie bösartig und hasserfüllt die Reaktionen auf die Reihe oft waren, während andere Bücher oder Filme, die ebenfalls eher leichte und nicht unbedingt „pädagogisch wertvolle“ Unterhaltung bieten, diesem Hass nicht ausgesetzt waren. Auch ich erinnere mich sehr gut an die Zeiten, wo es quasi in der Schule oder auf Social Media zum guten Ton gehörte, immer wieder deutlich zu machen, dass man ja alles, was mit diesem Franchise zu tun hat, unglaublich bekloppt findet, und dass alle Fans Idioten sind. Mit Schaudern blicke ich zurück und schließe mich Lindsay Ellis‘ Aussage an: Dear Stephenie Meyer, I’m sorry.

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