[Sonstiges Buchbezogenes] · [Zeugs] Persönliches

Ein Lebenszeichen und Buchmesse-Impressionen

Wer diesem Blog folgt und in der Zwischenzeit nicht schon längst vergessen hat, dass er existiert, wird gemerkt haben, dass ich mal wieder längere Zeit nichts geschrieben habe. Ich könnte mal wieder versprechen, dass das besser wird, aber ich möchte lieber keine Versprechungen mache – außer vielleicht der, dass ich nicht vorhabe, diesen Blog aufzugeben! Das Problem besteht eher darin, dass ich eine Person bin, die sehr leicht zu begeistern ist und dann für jedes spannende Interesse einen Blog anlegen muss, weshalb sich meine Aufmerksamkeit auf geschätzte 1000 Websites verteilt. 😀
Eine Liste dieser werde ich auch bald in meiner Sidebar einfügen, dann kann man mich nach Herzenslust überallhin verfolgen.

Dann gibt es natürlich noch ein Leben außerhalb des Internets mit  lieben Mitmenschen, Uni, Fernsehserien, Spaziergängen und natürlich Büchern. 😊

Ein jährlich wiederkehrendes Außer-Internet-Event war die Frankfurter Buchmesse. Wie seit ungefähr acht Jahren war auch ich wieder dabei, mit viel Selbstironie und Verzweiflung. Dazu muss ich nämlich zugeben, dass ich eigentlich gar nicht gerne auf der Buchmesse bin, aber irgendwie gehört es einfach zu dieser „Familientradition“ von meiner kleinen Schwester (die übrigens auf Inkworldbookworld ihre schönen Fotos von Büchern teilt!), meiner Mutter und mir. Jedes Jahr wieder fängt Wochen vorher diese Vorfreude und Panik (mehr Panik, ehrlich gesagt) an. Jedes Jahr wieder sage ich mir, wenn ich mich durch die Menschenmassen quetsche: „Das war wirklich das letzte Mal!“ Und im nächsten Jahr dann wieder diese resignierte Einsicht, dass man sich an diesem einen Samstag im Oktober für ein paar kostenlose Prospekte und ein paar überteuerte Kaffeepausen ins Getümmel stürzen wird.

Ich weiß ja auch nicht. Es ist wirklich eine ganz seltsame Sache: Ich kann eigentlich nicht sagen, dass ich meine Aufenthalte auf der Buchmesse genieße, aber dabei bin ich doch immer wieder.

Problematisch an meinem Herangehen an die Buchmesse ist wohl, dass ich immer sehr planlos antrete. Es gibt selten Veranstaltungen, die ich besuche – wobei ich sagen muss, dass mich die wenigsten Lesungen, Gespräche oder Autogrammstunden wirklich reizen. Ich lese lieber, als das ich mir vorlesen lasse, und es gibt selten Autor*innen, die ich so verehre, dass ich unbedingt ein Autogramm brauche. (Auch wenn ich mich als Fan von Gregs Tagebuch damals freute, als Jeff Kinney antrat! :D)

Weil ich also nie wirklich ein Ziel habe, besteht mein Samstag (es ist immer der Samstag – wo es da schon so voll ist, möchte ich gar nicht wissen, wie es sonntags aussieht, wenn da auch Bücher verkauft werden!) also daraus, durch die Hallen gedrückt zu werden und alles einzustecken, was geht.

Natürlich stolpere ich eigentlich jedes Mal über Bücher, die ich uuunbedingt noch lesen muss. Die kommen dann auf meine sowieso schon mehrere hundert Bücher umfassende To-Read-Liste. (Als hätte ich nicht genug zu tun, mit den ungelesenen Büchern, die sich hier in meinem Regal tümmeln. ;))

Manchmal entdecke ich auch Dinge, die einfach über-cute sind, diesmal begeisterten mich beispielsweise diese Incomplete Shakespeare Reihe:

incomplete-shakespeare-collage

Ansonsten war ich dieses Jahr auf einem Translation-Slam, wo professionelle Übersetzer*innen zeigten, was sie konnten. Da ich an der Uni auch ein paar Übersetzungkurse belegte und seitdem sehr von diesem Thema fasziniert bin, fand ich das ziemlich interessant, vor allem, als es um die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten professioneller Übersetzungsprogramme ging.

Ansonsten stürzte ich mich auf gleich zwei Probeabos: einmal auf die taz (kleiner Tipp: am taz-Stand gibt es immer Kaffee für eine Spende nach Wahl, definitiv eine billigere Möglichkeit als die sonstigen!) und einmal auf die Zeitschrift mare, die ich vorher nicht kannte, und die sich mit allem Ozean-Bezogenen befasst, sei es politisch, literarisch oder ökonomisch. Eine Ausgabe durfte ich schon mitnehmen, auf die folgenden warte ich gespannt!

Kostenlose Souvenirs habe ich leider diesmal gar nicht so viele abgreifen können – vielleicht bin ich einfach zu menschenpanisch an den Ständen vorbei gehastet. Manchmal habe ich in dieser Hinsicht eben bessere, und manchmal schlechtere Tage.

Einige Zeitschriften sind mir aber doch in die Hände gefallen, die ich mir bald in Ruhe durchsehen werde, und wenn alles interessante notiert ist, werde ich sie auseinanderschneiden und zu Collagen wieder zusammensetzen. Auch wenn relativ talentfrei habe ich in letzter Zeit mal wieder meine Leidenschaft für’s Malen und Basteln wiederentdeckt. 😀

Ansonsten kann ich über die Buchmesse gar nicht viel sagen – aus den Augen, aus dem Sinn, oder so. 😉

Ich verabschiede mich, in der Hoffnung, bald mal wieder etwas von mir lesen zu lassen. Die Motivation ist ja da, und ich habe so viele Pläne (mehr über Lyrik schreiben! regelmäßiger an Tags oder Blogaktionen mitmachen! …), aber ich bin eben in sehr viele Richtungen motiviert, und mich da am Riemen zu reißen und einen Eintrag wirklich fertig zu stellen, fällt da manchmal schwer.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s