[Zeugs] Monatszusammenfassungen

Mein Lesemonat September 2015

September15

Der September begann mit Wen der Rabe ruft von Maggie Stiefvater. Diesem Buch bin ich mit gemischten Erwartungen gegenübergetreten. Zum einen war da dieses wundervolle Cover, das mich sehr ansprach, und auch die Elemente ‚düstere Wälder‘ und ‚Geister sehen‘ klangen vielversprechend. Wer mich kennt, weiß allerdings, dass mich die Aussicht auf eine Prophezeiung, in der es um Liebe geht, schon von vorne rein etwas skeptischer gemacht hat. Ich bin allerdings sehr froh, dass ich das Buch gelesen habe! Es ist von schön mysteriöser Stimmung, die Charaktere sind sympathisch und interessant und zu kitschig ist es auch nicht. Diese Reihe, die schon beendet ist und aus vier Bänden besteht, werde ich auf jeden Fall weiter lesen. wen der rabe ruft

Noch ein schwarzer Vogel betitelte das nächste Buch, das ich laß: Krähensommer von Brigitte Glaser. Ein netter Krimi, der mir vor allem der Protagonistin wegen auffiel: während in den meisten Krimis ja entweder Polizisten, Detektive oder „normalsterbliche Bürger“, die mit Polizeiarbeit gar nichts am Hut haben, den Fall aufklären, ist die Hauptfigur hier eine junge Frau, die gerade die Ausbildung zur Polizistin beginnt. Das fand ich eine sehr interessante Perspektive, aus der ich gerne mehr lesen würde.

Dann laß ich ein Buch mit Essays, Bad Feminist von Roxane Gay, das ich uneingeschränkt jedem weiterempfehlen kann! Die Texte waren sehr persönlich, regten zum Nachdenken und Hinterfragen an & auch wenn ich nicht mit allem uneingeschränkt ihrer Meinung bin (wann bin ich denn sowieso je uneingeschränkt irgendwessens Meinung?) habe ich aus jedem Text etwas mitnehmen können. Sehr nützlich ist das Buch auch, wenn man sich zuvor vornehmlich mit Texten weißer Feministinnen beschäftigt hat, da Roxane Gay aus der doppelt unterdrückten Person einer schwarzen Frau schreibt. Natürlich werde ich mir nie wirklich ganz vorstellen können, wie das ist, mit Alltagsrassismus konfrontiert zu werden, doch gerade deshalb sind solche Bücher für mich so wichtig. Und für euch (außer eben nicht. Aber das wisst ihr ja selbst).

Das nächste Buch, das ich laß, war wieder der Beginn einer Reihe: Die Insel der besonderen Kinder von Ransom Riggs. Angenehm gruselig, aber da für Kinder, in einem Maße, das sogar ich ängstliche Person entspannt ertragen konnte. 😀 Die Art, wie sich die Geschichte an den im Buch mitgedruckten Fotos entlanghangelt ist sehr kreativ. Auch hier werde ich mich schleunigst auf die Suche nach dem nächsten Band machen.

The Marriage Plot ist mein erstes Buch von Jeffrey Eugenides, von dem eigentlich eher The Virgin Suicides und Middlesex auf meiner Leseliste stehen, aber da meine Mutter dieses von ihrer Reise nach London mitbrachte, war das nun eben meine erste Begegnung mit Mr. Eugenides. Es hat mir gut gefallen & ich habe es schnell verschlungen, aber einen besonders starken Eindruck hat es bei mir nicht hinterlassen. Einer der drei Hauptcharaktere (Mitchell) war mir auch so unsympathisch, dass ich mich durch die Passagen, die sich mit ihm befassten, fast ein wenig quälen musste.

Dann beendete ich Sweet Tooth von Ian McEwan. Eine Enttäuschung war es nicht, aber auch keine überwältigende Erfahrung. Ich liebe seinen Stil noch immer sehr, und viele der Ideen mochte ich auch arg, aber „perfekt“ war es nicht & manchmal zog es sich etwas. Zum einen fehlt mir vielleicht das tiefere Verständnis für den politischen/geschichtlichen Hintergrund um die Handlung wirklich spannend zu finden, zum anderen bin ich einfach sehr, sehr, sehr ermüdet von Eifersucht-Plots. sweet tooth in the park

Sehr fesselnd fand ich Samariter von Jilliane Hoffman, was ich ja auch schon in einer Rezension vorgestellt habe.

Mit Das Haus der besonderen Kinder von Claire Legrand war mal wieder ein Kinderbuch dran, wobei ich, da ich stellenweise so angeekelt/“verstört“ war, mich frage, was Kinder davon wohl halten. Ich meine, gut fand ich es schon, aber mich würde wirklich interessieren, wie Kinder mit dem Buch umgehen. Ich (22) fand es ziemlich beängstigend & meine kleine Schwester (17) hat es gar nicht zu Ende lesen wollen. D:

troilus and cressidaZuletzt laß ich Troilus and Cressida von William Shakespeare. (Yay! Mein obligatorisches Shakespeare-Seminar hat wieder angefangen. c:) Es hat mir wirklich sehr gefallen, schade war nur an mir selbst, dass ich in der ersten Woche, in der ich das Buch laß, mal wieder in einer so unkonzentrierten Phase war, dass ich gefühlt für jeden Satz eine Stunde brauchte. Das ist immer doof, wenn so etwas passiert. Jetzt geht das Lesen aber wieder besser und die letzten beiden Akte habe ich nahezu verschlungen. 🙂

September, sonst so:

collage september

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