[Zeugs] Monatszusammenfassungen

Mein Lesemonat: April 2015

April15

Und wieder mal kann ich auf einen Lesemonat zurückblicken! (Dieses Jahr vergeht relativ schnell, muss ich sagen!) Die übrigens, die hier vorbeischauen, weil sie auf die Bekanntgabe der Gewinner meiner Verlosung warten, muss ich noch um Geduld bitten – den Feiertag habe ich mir mal freigenommen, aber morgen lose ich gleich nach dem Aufstehen aus. 🙂

tucholke1

Der April begann mit Fürchte nicht das tiefe blaue Meer von April Genevieve Tucholke. Es ist eine Young-Adult-Fantasy-Romanze, und obwohl das ja sonst nicht so mein Genre ist, mochte ich das Buch recht gerne. Das lag vor allem da ran, dass so oft genussvoll von Kaffee geschwärmt wurde (:D), außerdem, dass die Romanze nicht ganz so besorgniserregend war, wie in manch anderen Büchern des selben Genres. Hier war der „geheimnisvolle Fremde“ nämlich ausnahmsweise nett zur Protagonistin und außerdem nicht gruselige 1000 Jahre älter. Zum Thema Gender – also auch Beziehungen – in (Urban) Fantasy kann man auf dem Wortmagieblog schon einige interessante Artikel lesen, nämlich hier und hier. Auch ich habe vor, mich Romantasy-Beziehungen in der nächsten Zeit mal zu widmen – wohl nicht auf ganz so hohem Niveau, aber mit viel Frustration. 😉

Als nächstes laß ich Die Stadt der schweigenden Berge von Carmen Lobato. Wie in meiner Rezension ersichtlich, war ich fast restlos begeistert, und ich bin schon wahnsinnig gespannt, wem ich mit diesem Buch Lesefreude schenken kann!

Darauf folgte The Guernsey Literary and Potatoe Peel Society von Mary Ann Shaffer und Annie Barrows. Obwohl ich Briefromane (vor allem, wenn die Briefe von so vielen verschiedenen Charakteren geschrieben werden) oft sehr verwirrend finde, fand ich hier gut hinein. Insgesamt war es ein schöner historischer Roman, der mich oft zum Schmunzeln brachte und auch einige bewegende Stellen hatte. Bücher über Menschen, die das Lesen lieben, finde ich außerdem auch immer klasse.

Eins meiner Highlights war diesen Monat auf jeden Fall Still Alice von Lisa Genova. Vielleicht haben ja einige von euch den Film gesehen, der vor kurzem in den Kinos lief (ich habe ihn leider verpasst – ich verpasse grundsätzlich alle Filme, wenn mich nicht jemand mitschleift). Ich war vollkommen gefesselt von der Geschichte, die von einer Linguistikprofessorin handelt, die schon relativ jung an Alzheimer erkrankt. Es ist ein interessantes und nahegehendes Erlebnis, quasi hautnah mitzubekommen, wie ihr das bekannte Leben entgleitet, und man verspürt fast selbst die Angst und Überforderung, wenn sie sich z.B. in der ihr bekannten Stadt auf ein mal völlig fremd fühlt. Besonders heftig waren für mich die Szenen, in denen sie selbst von ihrem „Fehlverhalten“ gar nichts mitbekommt, aber man sich genau vorstellen kann, wie die Anwesenden über sie denken. Einmal z.B. setzt sie sich in einem Hörsaal in die Reihen der verblüfften Studierenden – sie hat total vergessen, dass sie die Professorin ist, und verlässt, als die Vorlesung nach 20 Minuten nicht beginnt, guten Gewissens wieder den Raum. wie ihr wollt 1

Danach laß ich Wie Ihr Wollt von Inger-Maria Mahlke. Nachdem mich die ersten paar Kapitel total begeistert hatten, empfand ich es dann leider relativ schnell als ermüdend und streckenweiße langweilig. Ich mag aber nicht ausschließen, dass das auch daran lag, dass ich mich vielleicht in der Geschichte des englischen Königshauses nicht so gut auskenne, dass ich alle Personen und Geschehnisse sofort einordnen kann. Was besonders peinlich ist angesichts der Tatsache, dass ich Englisch und Geschichte studiere, aber pssst!

Als nächstes verschlang ich Die Klavierspielerin von Elfriede Jelinek, welches ich einfach großartig fand! Bedrückend, stellenweise verstörend, aber großartig. Eine ausführlichere Rezension gibt es hier.

love anthonyZuletzt laß ich ein zweites Buch von Lisa Genova, Love Anthony. Leider gefiel mir dies nicht ganz so gut wie Still Alice. Das Thema war zwar ebenfalls interessant – zwei Frauen müssen mit ganz verschiedenen Schicksalsschlägen zurecht kommen: Eine erfährt, dass ihr Mann sie seit fast einem Jahr betrogen hat, die andere trauert um ihren autistischen Sohn, der starb, nach dem er bei einem Anfall mit dem Kopf auf den Boden stürzte. Zwar ist es wieder sehr gut geschrieben und die Charaktere gewohnt glaubwürdig und sympathisch, allerdings durchzog das Buch, gerade gegen Ende hin, ein etwas spiritueller/esoterischer Unterton, mit dem ich leider nicht so viel anfangen konnte.

Wie vielleicht aufgefallen ist, habe ich diesen Monat nur Bücher von Frauen gelesen, und das war durchaus beabsichtigt. Denn so gerne ich auch sogenannte „Klassiker“ lese und mich an Literaturpreislisten orientiere – beispiele findet man in meinen Challenges hier und hier – sind die ja meist recht homogen, und ich bin bemüht, nicht in die Falle zu stolpern, dass nur (weiße, europäische oder nordamerikanische) Männer lesenswerte Bücher schreiben. 😀

April, sonst so:

collage april

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