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Montagsfrage: Fiktive Vorbilder

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Glaubst du, du hast schon mal einer Buchfigur nachgeeifert?
(Antworten anderer Blogs: hier!)

Bestimmt! Gerade als Kind hatte ich in jedem Buch Lieblingscharaktere, mit denen ich mich stark identifiziert habe, und deren tollste Eigenschaften ich gerne selbst hätte, bzw. es dann versucht habe, diese zu haben. Eine einzelne Figur wäre das nicht, aber da gab‘ es zum Beispiel ganz früh George von den Fünf Freunden, dann Hermine aus Harry Potter

Im Allgemeinen bin ich schon ein Konglomerat aus den verschiedensten Buchfiguren! 😀

Irgendwie hat es sich aber ergeben, dass ich mich schon seit einigen Jahren leider selten wirklich mit Charakteren identifizieren kann. Mal spüre ich, dass ich gleich gehandelt hätte, mal denke ich, gerade in einer ähnlichen Lebenssituation zu sein; nie aber habe ich noch das Gefühl „Das bin ich ich!“ oder „Das möchte ich sein!“
Jetzt ist es eher so, dass ich mich mit einzelnen Sätzen identifiziere. Vorbildfunktion haben dann noch Gedanken und Weltanschauungen, die Bücher mir aufzeigen, aber keine konkreten Charaktere mehr.

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5 Kommentare zu „Montagsfrage: Fiktive Vorbilder

  1. Mir geht es exakt so wie dir! Ich denke, dass man als junger Mensch, der sich ja noch finden muss, viel offener ist für die vielen Einflüsse, die da draußen in der Welt warten. Jetzt ist man ja doch schon etwas gefestigter und hat ja vielleicht schon viele bibliophile Charaktere in sich aufgenommen, so dass man nur noch schwerlich einen Charakter trifft, der vielschichtig genug ist. Identifizieren kann ich mich zwar noch immer gut, aber es ist wirklich nicht mehr so, dass ich denke: Oh man, das bin ich oder das möchte ich sein. Manchmal vermisse ich diese Zeit, weil es eine ganz andere Art war, in die Geschichten einzutauchen. Als Kind war man noch mit Haut und Haar Bestandteil der Abenteuer. Heute ist man oft nur noch der amüsierte Beobachter.

    Liebe Grüße!

    P.S.: Ich habe mir am Wochenende endlich das Buch gekauft, welches du in deinem Header hast ❤

    1. Oh, irgendwie hatte WordPress mir deinen Kommentar gar nicht angezeigt, aber jetzt freue ich mich umso mehr, ihn entdeckt zu haben!
      Ich finde es schön, zu hören, dass dir da genauso geht! Und deine Erklärung finde ich sehr einleuchtend – ich hatte mir zu Anfang, als ich merkte, dass ich nicht mehr ganz „in Personen drin“ bin, mir wirklich Gedanken gemacht, ob ich einfach zu kalt und unemotional geworden bin oder so.
      Ui, das ist toll! Erzähl‘ mir dann, wie du es findest!

      Liebe Grüße =)

  2. Ich finde es immer ganz schön, wenn man sich mit Buchfiguren identifizieren kann. Was ganz lustig war, als mein ganzer Freundeskreis „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ las und ich plötzlich meinte, ich könne mich mit Gus gut identifizieren 🙂

    1. Das Buch habe ich immer noch nicht gelesen und kenne die Geschichte nur grob – ich hoffe, diese Identifikation besagt jetzt nicht, dass du bald stirbst! 😮 😉
      (Ich will es echt mal lesen, aber immer, wenn ich so viele Leute von einem Buch schwärmen höre, ist meine Erwartung auch so groß, dass ich dann irgendwann kaum noch lesen will, aus Angst, enttäuscht zu werden …)

      1. Hm, dein Problem verstehe ich. Allerdings habe ich das eher bei Urlauben – wie z.B. meinen Trip nach Paris – als bei Büchern.

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