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Lese-Vorsätze und das Versagen an eben diesen

Ich hatte für 2015 nicht wirklich nennenswerte Vorsätze, auch nicht auf das Lesen bezogen. Zwar mache ich bei einigen Challenges mit, doch die sehe ich eher als Anreiz, denn als wirklich echten ernsthaften Vorsatz – wenn ich die nicht schaffe, dann ärgere ich mich nicht darüber.

Was ich mir aber wirklich vorgenommen hatte, war: Nicht mehr als 6 Bücher gleichzeitig lesen.

buchstapel im bettJe nachdem, welche Art von Lesern ihr seid, klingt das vielleicht lächerlich einfach – ich kenne viele Menschen, die immer ein Buch hinter dem anderen lesen und nur ungern mehrere im selben Zeitraum. Das finde ich toll, könnte ich auch gerne. Ich weiß nur nicht, wie! Wenn ich mal Zeit und Muße habe, ein gutes Buch in einer Sitzung durchzulesen, dann tue ich das auch, aber schon wenn ich mehr als einen Tag brauche, habe ich in der Regel verloren. Denn was bringt mich denn dazu, am nächsten Tag genau das gleiche Buch weiterzulesen? Dafür muss ich doch in Stimmung sein. Und da ich eben nicht täglich in der gleichen Stimmung bin, in öffentlichen Verkehrsmitteln sowieso was anderes lese, da ich meinen eReader benutze, dann manchmal noch Lesestoff für die Uni dazukommt und ich meist nebenher auch noch Sachbücher lese, häuft sich das dann. Letztes Jahr hatte ich irgendwann über 20 Bücher auf meinem „Das lese ich gerade“-Stapel (der natürlich nicht wirklich ein einheitlicher Stapel ist). Das war dann doch ziemlich viel, manche Bücher vergaß ich gar auf halber Strecke, weshalb ich mich für dieses Jahr an den Vorsatz wagte.

Sechs Bücher klang machbar. Zwar eine einstellige Zahl, aber mit genug Platz für ca. 2 Werke auf dem eReader, ein Sachbuch, und die restlichen drei als Mischung aus Uni-Lektüre und dem Roman, nach dem mir gerade so der Sinn steht.
Ha. Nachdem dieses Jahr fast sein erstes Viertel beendet hat, kann ich sagen: Ich habe kläglich versagt.
Vielleicht die ersten Wochen des Jahres ist es mir gelungen, mich daran zu halten, aber dann war es mit meiner Zurückhaltung auch schon gesehen.

Aaaber, statt mein Versagen einzugestehen habe ich einfach vor Wochen schon aufgehört, meinen „currently reading“-shelf auf Goodreads zu updaten. Das ist natürlich auch eine Methode, vor sich selbst das Gesicht zu wahren. 😀

Doch, was soll ich tun? Dies ist nun mal die Art, wie ich lese – dennoch, ich werde mich bemühen, zumindest unter 20 Büchern zu bleiben. 😉

Wie sieht das bei euch aus? Könnt ihr euch total auf ein Buch konzentrieren oder seid ihr auch so leicht abzulenken, wie ich? =)

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2 Kommentare zu „Lese-Vorsätze und das Versagen an eben diesen

  1. „Unter 20 Büchern bleiben“ als Vorsatz?!? Wow …

    Ich lese meist auch mehrere Bücher gleichzeitig, aber das ist dann neben einem Roman eher eine Kurzgeschichtensammlung und ein Sachbuch und ein Magazin oder so. Selten mehr als 2 Romane gleichzeitig, denn wenn ich einen 2. oder 3. Roman anfange, dann ist das ein untrügliches Zeichen, dass der 1. Roman mich nicht so wirklich interessiert.

    1. So versuche ich es auch immer, aber es gelingt mir einfach nicht – aber ich werde es weiter probieren, weil es mich selbst nervt, da ich manchmal mit verhältnismäßig kurzen Büchern ewig nicht fertig werde.
      Bei mir ist es eher so, dass mich zu viele Dinge interessieren – da muss bloß in einem Buch eine Anspielung auf ein anderes stattfinden, und ich muss es plötzlich „jetzt sofort“ auch lesen; genauso, wenn jemand in einem Gespräch mit mir am Rande ein Buch erwähnt…

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