[Sonstiges Buchbezogenes]

Montagsfrage: Viel und motiviert lesen

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Was ist dein ultimativer Trick, um mehr und regelmäßiger zu lesen?

Antworten anderer Blogs hier!

Hier bin ich mal wieder mit einer Montagsfrage, die in den Monaten meiner Abwesenheit von Buchfresserchen auf Lauter & Leise gewechselt hat, wie man am wunderschönen neuen Banner erkennen kann.

Ich würde sagen, einen Trick habe ich da nicht – ich tue es halt einfach. 😀 Das klingt jetzt natürlich ultimativ banal, aber ich denke mir immer so, dass Lesen einfach meine „Default-Einstellung“ ist, es kommt ganz automatisch. Also, für alles andere muss ich mich aktiv entscheiden, und lesen ist das, was ich halt mache, wenn ich mich nicht für irgendetwas anderes entschieden habe? So irgendwie.

Etwas, war aber meine Anzahl gelesener Bücher erhöht hat, war, als ich dann doch mal tief in den Geldbeutel gegriffen habe und mir einen ebook-Reader gönnte. Dadurch, dass er so handlich und leicht ist und ich ihn wirklich ständig dabei habe (bei Büchern fiel mir es immer so schwer, mich zu entscheiden, welches ich mitnehmen soll, dass ich am Ende gar keines nahm), lese ich nun viel häufiger zwischendurch.

Außerdem wichtig: Ich bin so ein Mensch, ich muss immer so 5-10 Bücher parallel lesen, damit für jede Stimmung was dabei ist. Mich würde es also bremsen, wenn ich mich z.B. zwingen würde, erst dann ein neues Buch anzufangen, wenn ein anderes beendet ist. (Das habe ich schon häufiger erfolglos versucht.)

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[Sonstiges Buchbezogenes] · [Zeugs] Persönliches

[Tag] Herbstliebe

Herbstliebe
Foto: Alisa Anton / Uplash [Banner von Tag-Gründerin Kat von „Stürmische Seiten“]
Hallo liebe Freund*innen des Herbstes, und auch einen Gruß an die, denen es dann beginnt zu dunkel und trübe zu werden. Ich selbst sehe mich so zwischen den Parteien – es gibt viele Dinge, die ich am Herbst liebe, eine kleine Auflistung gibt es ja in diesem Eintrag, doch leider merke ich auch, dass mir die dunkler werdenden Tage zusetzen und ich oft niedergeschlagener und erschöpfter bin als noch im Sommer.

Ich habe aber große Vorsätze, das Beste aus dieser Jahreszeit heraus zu holen, und dieser Tag, den ich auf dem Blog Stürmische Seiten entdeckte, ist für mich eine gute Gelegenheit, mich darauf zu besinnen, auf was ich mich in nächster Zeit freue.

1. Welche Bücher möchtest du diesen Herbst unbedingt lesen?

In diesem Booktube-Video erzähle ich ja, dass ich jetzt im November bei zwei sogenannten Readathons (Lese-Marathons) mitmache – der Books in the Freezer-Readathon geht die ersten zwei Oktoberwochen und dreht sich um das Horror-Genre, der Victober zieht sich durch den ganzen Oktober und beschäftigt sich mit viktorianischer Literatur, also Literatur, die in England zwischen 1837 und 1901 entstand. Abgesehen von den genannten Büchern, möchte ich auch weiterhin viele Gruselbücher und Literatur des 19. Jahrhunderts lesen. Beides passt für mich sehr zum Herbst.

2. Was magst du am Herbst am liebsten?

Sehr gerne mag ich das kühler werdende Wetter, das aber noch nicht ganz so beißend kalt ist, wie im Winter, und die damit einhergehenden Gelegenheiten, an stürmischen Tagen gemütlich zu Hause zu sitzen und zu lesen oder zu schreiben.

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Der Wasserturm in Mannheim, von mir im Herbst 2017 aufgenommen.

Außerdem gibt es im Herbst so viele leckere Dinge! Kürbis kann ich eigentlich jeden Tag essen, ob Kürbis-Suppe, Kürbismuffins, Pumpkin Pie, oder einfach in der Pfanne gerösteter Kürbis mit anderem Gemüse. Auch mag ich den Pumpkin Spice Latte sehr gerne – da ich mir einen gekauften (vor allem den von Starbucks) aber nicht so oft leisten kann, möchte ich mich dieses Jahr Mal selbst an einer Gewürzmischung versuchen. Wie gut das klappt, darüber werde ich euch natürlich auf dem Laufenden halten!

3. Über welche herbstlichen Themen liest du am liebsten?

Die oben schon genannten gruseligen Bücher, dazu Bücher die etwas älter sind, vorzugsweise 19. oder das beginnende 20. Jahrhundert. Außerdem Bücher, die sich mit lokalen Legenden befassen. Im Schimmelreiter von Theodor Storm, den ich diesen Herbst auch endlich in Angriff nehmen will, kommt das sogar alles zusammen! 😀
Außerdem bekomme ich im Herbst, da dann ja auch das neue Semester an er Uni anfängt, immer Lust auf sogenannte Campus-Novels, also Bücher, die grob im universitären Milieu spielen – manche sehen das mehr, manche weniger streng, aber für mich zählen beispielsweise auch Internate dazu. Auch dazu gibt es diesen Herbst eine tolle Aktion auf Instagram. Ichundelaine4711 hat das #projectcampusnovel ins Leben gerufen und ich schaue regelmäßig in den Hashtag hinein, um vielleicht neue Lieblingsbücher zu entdecken.

4. Wo liest du im Herbst am liebsten?

Am liebsten und auch am häufigsten lese ich wohl in meiner Wohnung in meinem gemütlichen Lesesessel. Mit Fußhocker, Wolldecke, Kerze und Heißgetränk einfach ultra kuschelig. 🙂 Ich gehe auch sehr gerne in Cafés zum Lesen, da ich derzeit aber ziemlich sparen muss, kommt das leider nicht so oft vor.

5. Welches Buch kannst du allen, die etwas Herbstliches lesen möchten, empfehlen?

Unter Punkt drei habe ich ja schon die Campusromane erwähnt, und eine besondere Empfehlung hier ist If We Were Villains (auf Deutsch: Das verborgene Spiel) von M.L. Rio, das erst letztes Jahr erschienen ist. Es spielt auf einer Schauspiel-Schule, die sich auf Stücke von Shakespeare spezialisiert hat, und die ganzen eingeflochtenen Zitate machen es zu einem besonderen Genuss wenn man Shakespeare-Fan ist!

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Kleine Auswahl meiner Campusromane

Ich empfehle es als Herbstbuch, da eine zentrale Szene in der Halloweennacht stattfindet, bei der eine ganz ausgefallene Macbeth-Inszenierung beschrieben wird.

 

[Zeugs] Monatszusammenfassungen

Lesemonat Februar

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Der kleine Monat Februar war für mich auch ein kleiner Lesemonat, mit zwei beendeten Büchern, einem für mich neuen, und einem, das ich schon einmal gelesen hatte.

Neu für mich war Home Fire von Kamila Shamsie, das letztes Jahr herausgekommen ist. In fünf Erzählsträngen wird von zwei muslimisch-britischen Familien erzählt, was es heute bedeutet, als Moslem in Großbrittanien zu leben, und wie die verschiedenen Charaktere versuchen, das Beste aus ihrer Situation zu machen und Halt zwischen verschiedenen Heimaten zu finden. Das Buch ist, gerade auf Grund seiner thematischen Aktualität wie auch der lebendigen und glaubwürdigen Charaktere unglaublich interessant zu lesen und ich kann es nur weiterempfehlen. Zwischen einem Politiker, der für seine Ambitionen seinen muslimischen Hintergrund fast verleugnet, und einem Jungen, der auf Grund ein komplizierten und traumatischen Familiensituation nur zu leicht als Mitglied für ISIS angeworben werden kann, deckt das Buch eine große Bandbreite an Blickwinkeln ab. home-fire.jpg

Heart of Darkness von Joseph Conrad aus dem Jahr 1899 erzählt vom Seemann Marlow, der auf einer Mission in Afrika den Fluss Kongo hinauffährt, um am Ende seiner Reise auf den Elfenbeinhändler Kurtz zu treffen, der sich der Verfügungsgewalt der Kolonialmacht entzogen hat und in seinem Gebiet auf brutale Weise herrscht, von der ihn umgebenden Wildnis scheinbar grausam und gewissenlos gemacht. Als anti-kolonialistischer und anti-rassistischer Roman gedacht, sind gerade aus heutiger Perspektive die rassistischen Gedanken nicht zu überlesen. Dennoch ist dieser atmosphärische Kurzroman (hihi, Kurtz-Roman :D), der auch als Vorlage für den Film Apocalypse Now (der wiederum in großem Maße die erst letztes Jahr erschienene neueste King-Kong-Verfilmung Kong: Skull Island beeinflusste) diente, meiner Meinung nach sowohl inhaltlich empfehlenswert als auch sehr schön zu lesen, ich könnte stundenlang über Conrads Schreibstil schwärmen. Damit man das Büchlein nicht allzu unkritisch ließt, empfehle ich für nebenbei An Image of Africa von Chinua Achebe!

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Februar, sonst so: Viel, viel Uni …
Sachbuch · [Sonstiges Buchbezogenes]

Montagsfrage: Das Monsterbuch der Monster

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Wie heißt das Non-Fiktion-Buch, das du zuletzt gelesen hast? (Antworten anderer Blogs hier!)

Lustigerweiße habe ich in diesem Jahr bis jetzt tatsächlich mehr Sachbücher als Romane gelesen – ich glaube nicht, dass das bisher jemals so war! 😀 Das Sachbuch, das ich zuletzt beendete, ist On Monsters von Stephen T. Asma.

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Ich bin gespaltener Meinung zu diesem Buch – es erzählt quasi die Geschichte von „Monstern“ seit der Antike, bzw. natürlich die Geschichte davon, wer oder was als Monster bezeichnet wurde und wie sich das änderte. Rein inhaltlich fand ich es sehr interessant, zum Beispiel von Alexander dem Großen zu lesen, der, wenn er davon berichtete, welchen Monstern er auf seinen Reisen begegnete, seinen Ruf als Held ins Unermessliche zu steigern versuchte. Im Mittelalter dann waren es oft psychisch wie körperlich Kranke, die als Monster bezeichnet wurden. Wann immer religiöse Forscher und Philosophen über Monster nachdachten, stellte sich natürlich die Frage, wie solche „Fehler“ in einer perfekten Schöpfung zu Stande kamen, was Gott also mit Monstern bezwecken wollte …

Thematisch also unglaublich fesselnd, und sich näher mit dem Begriff des Monsters und seiner Geschichte zu befassen kann ich nur weiterempfehlen!

Allerdings muss ich gestehen, dass ich vielleicht keine Werke von Stephen Asma zu diesem Zweck empfehlen würde. Seinen Schreibstil fand ich recht unsympathisch, oft bemüht lustig, ohne dass es wirklich gelang, und auch was seine persönlichen Interpretationen anbelangte, kann ich ihm oft genug nicht zustimmen, dazu war er mir oft zu unkritisch und konservativ. Wenn man sich daran allerdings nicht stört, und sich nur einen groben historischen Überblick verschaffen möchte, dann ran an dieses Buch! 🙂

[Sonstiges Buchbezogenes] · [Zeugs] Persönliches

Montagsfrage: Fanfiktions

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Hast du schon einmal eine Fanfiktion zu einem Buch geschrieben? (Antworten anderer Blogs hier!)

Was für eine wundervolle Frage – Fanfiktions sind seit Jahren ein großer Teil meines Lese- und Schreiblebens. Selbst schreibe ich sie seit 2011, gelesen habe ich sie schon länger. Auch wenn ich hauptsächlich zu TV-Serien schreibe, sind in diesen sechs Jahren auch einige Ergüsse zu Büchern zu Stande gekommen. Hauptsächlich zu der Harry-Potter-Reihe, doch auch zu Goethes Faust, Thomas Hardys Tess of the D’Urbervilles und der Bis(s)-Reihe.

Natürlich sind in diesen Jahren auch viele Geschichten entstanden, die ich so heute nicht mehr schreiben würde, aber peinlich ist mir das nicht, weshalb sie auch nicht gelöscht werden. Da habe ich echt Besseres zu tun, als mich meiner vergangenen kreativen Ergüsse zu schämen! 😀

An Fanfiktions mag ich, dass sie sowohl Möglichkeiten als auch Herausforderungen bieten.

Möglichkeiten, in einem existierenden Werk vielleicht in Konflikte hinein zu schauen, die so noch nicht näher beleuchtet worden sind, oder in die Köpfe von Charakteren, die nur eine Nebenrolle spielen. Potentielle Handlungsstränge ausloten oder einfach die Fantasie wild spielen lassen. Außerdem sind wirklich „offiziell“ veröffentlichte Bücher durch Lektorat und die Vorgabe, sich irgendwie an eine Zielgruppe anschmiegen zu müssen, Zwängen unterworfen, denen Fanfiktions (und andere online veröffentlichte oder selbst publizierte Geschichten) das nicht sind.

Doch ich erlebe beim Fanfiktion-Schreiben auch Herausforderungen, die ich von Gedichten oder meinen eigenen Prosatexten nicht kenne. In jenem Fall bin nämlich letzten Endes ich selbst die Person, die Herrin der Dinge ist. Ich habe alles in der Hand, die Charaktere und ihre Motivationen und Handlungen habe ich selbst erschaffen. Beim Fanfiktion-Schreiben geht es auch darum, die Atmosphäre eines schon existierenden fiktionalen Universums einzufangen und die Besonderheiten schon bekannter Charaktere. Deshalb macht es mich auch immer furchtbar stolz, wenn mir gesagt wird, ich sei gut darin, die Stimme der bekannten Personen einzufangen.

Alles in allem sind Fanfiktions, ob ich sie nun lese oder selbst schreibe, ein großer Teil meines Lebens und ich hoffe, dass sie das noch lange bleiben!

Dystopie · [Zeugs] Buchclubs

Zwitscherbooks: ‚The Bees‘

The Bees Picture

 

Seit zwei Wochen habe ich einen besonderen Grund, mich auf den Sonntag zu freuen: Sonntag-Nachmittag wird sich nämlich auf Twitter über das aktuell gelesene Buch des Twitter-Buchclubs @Zwitscherbooks ausgetauscht!

„Beobachtet“ habe ich den Buchclub schon länger, mitgemacht habe ich bis zu dieser Runde jedoch noch nicht. Da ich aber vor ein paar Wochen nach einer langen Pause zu Twitter zurückgekehrt bin, dachte ich mir, dass es endlich mal Zeit war, einzusteigen, und als das aktuelle Buch auch noch in der Stadtbücherei verfügbar war, nahm ich dies als Zeichen.

Nun habe ich die ersten beiden Etappen von The Bees von Laline Paull gelesen, und dachte mir, dass ich dieses aufgeteilte Leseerlebnis ja auch zum regelmäßigeren Bloggen nutzen kann. Üblicherweise habe ich ja, sei es nun in Rezensionen oder Monatsrückblicken über Bücher berichtet, die ich bereits beendet habe. Den Zwitscherbooks-Buchclub halte ich für eine gute Gelegenheit, einfach mal über ein noch nicht beendetes Buch zu berichten.

Dies wird nicht immer ganz spoilerfrei ablaufen, daher ist es vielleicht vor allem für diejenigen interessant, die das Buch schon kennen, oder solche Leser*innen, denen Spoiler nichts ausmachen.

Nun denn, ich beginne: Wie oben erwähnt, lesen wir zur Zeit den dystopischen Roman „The Bees“ von Laline Paull. Was ihn vor allem von anderen Dystopien unterscheidet, ist, dass die handelnden Charaktere keine Menschen sind, sondern Bienen. Die Protagonistin Flora 717 ist eigentlich eine „Säuberungsbiene“. Das heißt, sie ist in die unterste Kaste des Schwarmes geboren und statt zu fliegen und Nektar zu sammeln ist ihr Aufgabe das Reinigen des Bienenstocks. Da ihre Fähigkeiten doch die einer „gewöhnlichen“ Säuberungsbiene übersteigen, darf sie bald auch andere Aufgaben übernehmen und gewinnt sogar die Zuneigung der Bienenkönigin.

Bisher bin ich mir noch nicht so sicher, was ich von dem Buch halten soll. Dies mag zum einen an den Vorbehalten gegenüber des Genres liegen – Dystopien sind irgendwie nicht so meins, zumindest habe ich noch keine gelesen, die mich wirklich mitgerissen haben (Empfehlungen sind immer gerne gesehen!). Abgesehen davon, habe ich so meine Schwierigkeiten mit den tierischen Protagonisten. Vor dem Start der rundete tweete Zwitscherbooks zwar noch:

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Da lachte ich noch. Aber schon bald nach dem ich zu lesen begann, wurde ich pingeling: „Also so sind Bienen bestimmt nicht,“ meckerte die nervige Stimme in meinem Kopf ständig. Aber langsam schaffe ich es, das auzuschalten, und mich doch mehr auf die Geschichte einzulassen. Yay! 😀

Über einige Dinge wundere ich mich aber immer noch – der starke Fokus auf Religion fällt mir da ein. Ich weiß einfach nicht, was das soll – zum sozialkritischen Aspekt trägt das Thema für mich hier kaum bei, aber wer weiß, vielleicht wird damit noch irgendetwas Spannendes gemacht.

Ansonsten ist dieser Punkt deutlicher: Da gibt es strikte und hierarchische Klassensystem im Bienenstock, das auch rassistische Züge trägt, da die „niederen“ Kasten der Bienen auf die Weise beschrieben werden, die man von den Beschreibungen People’s of Color kennt und das Geschlechterverhältnis, mit einem oft nur schwer zu ertragenden (weil so unglaublich realen) Sexismus der von den Drohnen (männlichen Bienen) ausgeht. Letztere werden nämlich, obwohl sie zahlenmäßig im Bienenstock eine Minderheit darstellen, verehrt und bedient, sie können sich anzügliche Kommentare und Berührungen.

Größtenteils gut gemacht hat mich eine große Sache doch an der Sozialkritik gestört: Flora, die Hauptperson, kommt zu ihren Privilegien ja nur, weil sie anders ist als die anderen ihrer Kaste. Hiermit wird also nicht das Klassensystem als solches angeklagt, sondern eigentlich nur, dass diese eine, besondere Säuberungsbiene so unterdrückt wird. Ihre Kolleginnen sind ja sowieso blöd und stumm, wen kümmert das bitte … [/sarkasmus] Vielleicht lese ich das aber bisher nur falsch und das System an sich wird noch deutlicher kritisiert werden.

Abgesehen von der Politik im Bienenstock geht es um Probleme die durch Umweltverschmutzung entstehen, wie sauren Regen, der ganze Felder ungenießbar werden lässt. Diese allgemeinen Probleme, die den ganzen Bienenstock betreffen, sind auch jene, bei denen ich bisher am meisten mitfiebere. Flora an sich ist mir bisher nicht so nahe gekommen, aber ich habe ja noch über die Hälfte des Buches vor mir.

Ich freue mich auf jeden Fall schon, über die Woche hinweg die nächste Etappe zu lesen und sie am Sonntag auf Twitter zu diskutieren. Wer sich die Tweets, die in diesen Runden zustande kommen, ansehen möchte, dem sei geraten, mal in den Hasthtag #zwbd reinzuschauen. 🙂

Lyrik · [Sonstiges Buchbezogenes]

#booksandhotdrinkstuesday: Heißer Kakao und ein Herbstgedicht

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Mal wieder habe ich diesen Blog lange vernachlässigt, mal wieder habe ich die besten Vorsätze – es ist ja schließlich September, und ich denke mir immer so „neuer September, neues Glück!“, denn da fängt ja auch immer das neue Semester an. 😀 Vielleicht kann ich diesen Motivationsschub ja auch auf das Bloggen übertragen.

Um mich regelmäßiger an diesen Blog zu setzen, habe ich beschlossen, mir mehr wöchentlich oder monatlich stattfindende Aktionen zu suchen, an denen ich teilnehme. Für die Dienstage finde ich den #booksandhotdrinkstuesday eine angenehme Idee.

Wie man am Hashtag-Symbol vielleicht erkennen kann, ist es eigentlich ein Instagram-Tag, erdacht von Katha (hier: https://kathalogisch.wordpress.com/, auf Instagram ebenso: https://www.instagram.com/katha_logisch/). Jeden Dienstag posten die Teilnehmenden ein Bild eines Heißgetränkes und eines Buches und geben kurz ihre Gedanken zu einem von Katha jeweils vorgegebenen Impuls kund.

Heute ging es um Gedichte, die einen in Herbststimmung versetzen. Da man meine Wahl wohl auf Grund der eher mangelhaften Qualität meiner Handykamera nicht erkennt, hier nochmal lesbar:

 

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

(Eduard Mörike)

 

Ja, vielleicht ist Herr Mörike für alle Menschen, die in Deutschland zur Schule gingen, eine sehr klischeehafte Wahl. Wer musste denn nicht in der Grundschule „Frühling lässt sein blaues Band …“ auswendig lernen? Aber ich mag seine Gedichte dennoch wirklich gerne. Gerade dieses bezaubert mich mit seiner Sprache und dem wunderschönen Bild eines goldblättrigen Baumes in der Morgensonne.

Mein Heißgetränk des Dienstags ist eine Neuentdeckung für mich, die mich aber sofort von sich überzeugt hat: Koawach, ein Kakao mit Koffein aus Guarana! Die Sorte, die ich mir ausgesucht habe, schmeckt auch leicht nach Kardamom-Zimt (sehr weihnachtlich! 🙂 ) und macht mich auch tatsächlich wacher. Lecker & effizient, was will man mehr? 😉